ILS Nordoberpfalz ILS Nordoberpfalz ILS Nordoberpfalz

Alles hört auf 112

Meldung vom 26.03.2012 Jürgen Meyer informiert die Standort- und Ortswehren im Bereich Windischeschenbach über Einsatz- und Alarmierungsgrundsätze der Integrierten Leitstelle sowie über die neue Alarm- und Ausrückeordnung.

Dass eine Übung bei der Feuerwehr nicht immer aus dem Aufbau eines Löschangriffes oder dem Zerschneiden alter Autowracks besteht, zeigte sich bei der Information zur Einführung und Inbetriebnahme der Integrierten Leitstelle (ILS) Nordoberpfalz in Weiden, die Thema bei der ersten Übung der Feuerwehr Windischeschenbach im Gerätehaus war. Nicht nur die Aktiven der Standortwehr, sondern auch die Mitglieder der Ortswehren erkundeten sich darüber. Ganz wesentlich ist der Aspekt, dass in einer Integrierten Leitstelle jeder Disponent alle anfallenden Aufgaben unter Nutzung der gleichen Technik nach gleichen Organisationsregeln und Handhabungen für Feuerwehr, Berg- und Wasserrettung oder Rotes Kreuz bearbeitet. Dazu braucht es eine entsprechende Ausbildung. Ende April nimmt die Leitstelle ihren Betrieb auf, im Oktober ist die offizielle Einweihung.

Der stellvertretende Leiter der ILS, Jürgen Meyer, informierte die Windischeschenbacher aus erster Hand: „Die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz wird in Zukunft die bisherige Rettungsleitstelle und die separaten Feuerwehreinsatzzentralen ersetzen“, stellte er klar. Dazu sind in Weiden Räume mit rund 670 Quadratmetern umgebaut und errichtet worden. „In der ILS entstehen derzeit zwölf Einsatzleitplätze mit modernster Technik für 48 Mitarbeiter“, betonte Meyer. Zum Vergleich: In der Rettungsleitstelle des BRK waren 17 Personen beschäftigt. Seit einiger Zeit durchlaufen die Mitarbeiter die Ausbildungen zum Rettungsassistenten und Hauptbrandmeister. Zusätzlich gibt es eine spezielle Leitstellenausbildung. „Die Qualifikation der Mitarbeiter dauerte jeweils 29 Wochen“, gab Meyer bekannt. Die Umstellung ist für die Feuerwehren enorm. Künftig werden mit sogenannten „Schlagwörtern“ einheitliche Alarmierungsstrukturen hinterlegt, welche die Alarmierung der entsprechenden Einsatzmittel regeln. An konkreten Beispielen erläuterte der Referent die künftigen Abläufe. Ganz neu sei bei der Alarmierungsreihenfolge der Einsatzeinheiten, dass es keine Landkreisgrenzen mehr gibt. „Wer am nächsten dran ist, wird in Marsch gesetzt“, stellte Meyer fest. „Das Wichtige ist aber der schnelle Notruf, denn der ist die Basis für die Alarmierung“, betonte Meyer. Hier ging er besonders auf die einheitliche Notrufnummer für Feuerwehr und Rettungsdienst ein, die ab Anfang Mai die 112 sei. „Die bisherige 19 222 für den Rettungsdienst gilt aber übergangsweise noch weiter.“

Bericht und Bilder: Michael Schade