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Amberg: "Wir hätten den RTH auch gern gehabt"

Meldung vom 08.04.2010 Amberg oder Weiden? Das war am Ende die Frage. Am Mittwoch, 07. April 2010 nun die Antwort: Weiden. Die Max-Reger-Stadt besaß also beim Kopf-an-Kopf-Rennen um den Rettungshubschrauber-Standort die Trümpfe, die stachen.

Amberg oder Weiden? Das war am Ende die Frage. Am Mittwoch, 07. April 2010 nun die Antwort: Weiden. Die Max-Reger-Stadt besaß also beim Kopf-an-Kopf-Rennen um den Rettungshubschrauber-Standort die Trümpfe, die stachen. "Wir hätten ihn natürlich auch gern gehabt", lautete die erste Reaktion von Bürgermeister Michael Cerny. Doch wichtig sei: "Die Region gewinnt in jedem Fall, egal ob der Hubschrauber jetzt in Amberg oder in Weiden stationiert ist."

Der Stellvertreter des in Urlaub weilenden OB Wolfgang Dandorfer findet die Entscheidung des bayerischen Innenministeriums, "die pro größtmögliche Abdeckung geht, nachvollziehbar", weil Weiden einige Vorteile biete. "Letztendlich fliegt der Hubschrauber den Patienten dorthin, wo er adäquat behandelt werden kann", fügte Cerny hinzu.

Schon alle Genehmigungen
„Wir haben unsere Argumente bei der Anhörung in München vorgetragen“,sagte Richard Donhauser, Geschäftsleiter des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Amberg. Er erfuhr von der AZ, dass Weiden zum Zuge kommt. Die Tatsache, dass mit diesem Standort alle bisher nicht abgedeckten Gebiete der nordöstlichen Oberpfalz versorgt werden können und es für den Flugplatz Latsch am Rande Weidens (in unmittelbarer Nähe zur A 93) bereits alle erforderlichen Genehmigungen – auch für Nachtflüge – gebe, sei für das Ministerium wohl das vorrangige Kriterium gewesen. Auch Richard Donhauser sieht Amberg  nicht als Verlierer: „Die Zuweisung eines Rettungshubschraubers ist eine weitere Verbesserung in der rettungsdienstlichen Versorgung der Oberpfalz“, betonte er.

Das Klinikum St. Marien hatte bekanntlich Interesse an der Stationierung des Helikopters bekundet und ein Konzept dazu vorgelegt. Der Leiter der Abteilung Organisationsentwicklung, Dr. Harald Hollnberger, ist zwar „prinzipiell traurig“, dass es für Amberg letztlich nicht reichte. Er zeigte sich jedoch auch „sehr froh darüber, dass diese Entscheidung sehr schnell gefallen ist“.

Kooperation geplant
Weil für Latsch eben keine Genehmigungsverfahren mehr nötig seien, könne rasch mit der Umsetzung begonnen werden. Hollnberger wies darauf hin, dass mit Weiden im Vorfeld „klare Absprachen, unabhängig von der Standortentscheidung“, getroffen worden seien. Hollnberger meinte damit die Vereinbarungen, die die medizinische Besatzung des Hubschraubers betreffen. Die Amberger und Weidener Rettungszweckverbände hatten erklärt, die Ärzte und Rettungsassistenten im gegenseitigen Wechsel – Beteiligung 50:50 – stellen zu wollen. Einen großenWunsch formulierte Hollnberger noch: dass der neue Rettungshubschrauber schon am 1. Januar 2011 fliegen möge.

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