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Anspruchsvolle Aufgabe in hochkritischer Situation

Meldung vom 28.09.2016 Stefan Kloss und Bertram Kincl sind neue Organisatorische Leiter. Jederzeit bereit für hochkritische Situation und das alles im Ehrenamt.

Sind bei einem Brand, Unfall oder anderen Unglück mehrere Verletzte zu versorgen, kommen neben Notärzten und Einsatzkräften unter anderem auch sogenannte Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OrgL) zum Einsatz. Sie koordinieren zum Beispiel die Sichtung der Patienten und deren Zuweisung in Kliniken. Mit Stefan Kloss und Bertram Kincl stehen nun zwei neue OrgL zur Verfügung.

Ein Zusammenstoß zweier voll besetzter Autos, ein Busunglück, ein Brand in einem Mehrfamilienhaus oder ein Chemieunfall in einem Nordoberpfälzer Industrieunternehmen - wenn Rettungskräfte und Feuerwehreinsatzkräfte sich bei solchen sogenannten Großschadenslagen um mitunter viele Verletzte kümmern, haben sie ohnehin alle Hände voll zu tun. Um die Retter zu entlasten und ihnen notwendige organisatorische Aufgaben abzunehmen, werden bei derartigen Fällen Leitende Notärzte (LNA) und Organisatorische Leiter Rettungsdienst als Sanitätseinsatzleitung zur Einsatzstelle gerufen, um Strukturen vor Ort zu schaffen - das ist im Bereich der ILS Nordoberpfalz pro Jahr durchschnittlich zwei bis drei Mal der Fall.

Hochqualifiziert, viel Erfahrung
"Sie sind hochqualifiziert und bringen viel Erfahrung mit", sagt Alfred Rast, Geschäftsleiter des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz, bei der Bestellung von Stefan Kloss und Bertram Kincl. Kloss ist 45 Jahre, Vater von zwei Kindern und wohnt in Parkstein. Hauptamtlich ist er beim ZRF Nordoberpfalz in der ILS als Schichtleiter und Personalratsvorsitzender tätig.

Zweiter neuer Organisatorischer Leiter ist Bertram Kincl (32). Der ledige Rettungssanitäter ist im BRK Kreisverband Weiden und Neustadt/WN. als Beauftragter für den Digitalfunk, die ZAST und NIDA (Notfall-Informations- und Dokumentations-Assistent) beschäftigt. Seit 01.08.2016 führt Kincl auch das Amt des Personalratsvorsitzenden.

Leitstellenleiter Herbert Putzer, bezeichnete das Gespann aus Leitendem Notarzt (LNA) und OrgL an der Einsatzstelle als "doppeltes Lottchen", das die Anforderungen einer Großschadenslage gemeinsam mit der Feuerwehr und anderen HiOrg bewältige. Inzwischen verfüge der ZRF Nordoberpfalz über 16 Organisatorische Leiter Rettungsdienst und 18 Leitende Notärzte. Um eine reibungslose Zusammenarbeit im Ernstfall zu gewährleisten, gebe es unter anderem gemeinsamen Katastrophenschutzübungen.

Bei der Bestellung für die fünfjährige ehrenamtliche Zusatzaufgabe dankte ZRF-Geschäftsleiter Alfred Rast den neuen Organisatorischen Leitern Kloss und Kincl dafür, "dass sie sich für diese wichtige Aufgabe bereiterklären". Wenn ein OrgL zum Einsatz gerufen werde, sei dies stets eine hochkritische Situation - vor allem für die Betroffenen.