ILS Nordoberpfalz

Ein weiterer RTW-Stellplatz im Stiftland

Meldung vom 15.11.2018 In zwölf Minuten von Mitterteich zum Sibyllenbad. Das ist kaum zu schaffen mit dem Sanka. Jetzt gibt es eine Lösung.

Als Endergebnis wird es ein Resultat geben, mit dem wir alle zufrieden sein können“, erklärte der Neustädter Landrat Andreas Meier, Vorsitzender des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Nordoberpfalz. Im Neualbenreuther Rathaus präsentierte Geschäftsleiter Alfred Rast ein neues Gutachten des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) München.

„Ganz aktuell“ sei das 220-seitige Papier, veröffentlicht am 17. Oktober. Dabei wehrte sich Rast gegen Vorwürfe in sozialen Medien, der Zweckverband halte Zahlen unter Verschluss. „Die Erreichbarkeit im Versorgungsbereich der Rettungswache Tirschenreuth entspricht nicht den gesetzlichen Vorgaben“, heißt es in dem Gutachten. In Neualbenreuth werde die Fahrzeit in vielen Fällen überschritten. „Der Rettungswagen schafft es einfach nicht“, erläuterte Rast. Er informierte, dass sich die Gutachter für einen zusätzlichen Stellplatz aussprechen, „ . . . irgendwo zwischen Neualbenreuth und Waldsassen“. Im Gutachten werden die „Gemeindeteile Pfaffenreuth/Wernersreuth“ als Standorte genannt. Darüber entscheiden werde die Verbandsversammlung am 30. November 2018 bei einer Sitzung in Tirschenreuth. Die Geschäftsleitung werde als Standort Wernersreuth vorschlagen.

„Ich bin Wernersreuther“, zeigte sich Bürgermeister Klaus Meyer völlig überrascht und unterstrich die guten Anbindungen des Dorfs in alle Richtungen. Der Rettungswagen-Stellplatz in Griesbach soll dem Gutachten zufolge dauerhaft etabliert werden, was Bürgermeister Josef Schmidkonz freute. Klaus Meyer bat um Verständnis für sein ständiges Nachbohren. „Mir wurde bewusst, dass wir in Neualbenreuth ein Problem haben.“

Waldsassens zweiter Bürgermeister Karlheinz Hoyer nannte die Lösung lobenswert. Doch nun sei genau dies eingetreten, wovor immer gewarnt worden sei. Dazu unterstrich Landrat Meier, „dass wir als Zweckverband mit den Gemeinden im Versorgungsgebiet auf der gleichen Seite stehen“. Landrat Wolfgang Lippert dankte dem ZRF für seinen erfolgreichen Einsatz. „Jetzt sind der Landkreis und die Bevölkerung optimal versorgt.“ Nun sei die Zustimmung der Sozialversicherungsträger nötig, dann ein Ausschreibungsverfahren. „Wir streben den 1. Juli 2019 an“, sagte Rast über den Starttermin. Er unterstrich die Bemühungen bereits vor fünf Jahren, nach ersten Bedenken über die geplante Neuordnung. Doch eine solche Lösung wie die jetzt erreichte hätten die Zahlen damals nicht hergegeben. „Und ohne Zahlen lassen sich die Kassen zu nichts bewegen“, so Rast über die Unterstützung durch die Kostenträger.

Von links: Landrat Wolfgang Lippert, Landrat und Verbandsvorsitzender Andreas Meier und ZRF Geschäftsleiter Alfred Rast.