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Managementzirkel der Rettungsleitstelle Weiden

Meldung vom 18.03.2010 Viel Bewegung gibt es in der "Rettungsdienst-Landschaft" in der Nordoberpfalz schon seit Monaten. Die Integrierte Leitstelle (ILS) Nordoberpfalz nimmt Formen an, ein Rettungshubschrauber-Standort könnte kommen, der neue Digitalfunk wird ein großes Thema.

Viel Bewegung gibt es in der "Rettungsdienst-Landschaft" in der Nordoberpfalz schon seit Monaten. Die Integrierte Leitstelle nimmt Formen an, ein Rettungshubschrauber-Standort könnte kommen, der neue Digitalfunk wird ein großes Thema. Um alle Beteiligten auf den neuesten Stand zu bringen und Gelegenheit zu geben, über Aktuelles zu diskutieren, gibt es den "Managementzirkel" der Rettungsleitstelle Weiden. Wachleiter, Leiter Rettungsdienst und Vertreter von Leitstelle und Zweckverband trafen sich diesmal in Vohenstrauß.Obwohl die Einwohner in der nördlichen Oberpfalz weniger werden, steigen die Einsatzzahlen des Rettungsdienstes. Der stellvertretende Leiter der Rettungsleitstelle, Jürgen Meyer, stellte sie vor. Verglichen wird hier vor allem mit dem Jahr 2004. Damals wurde das so genannte "TRUST-Gutachten" durchgeführt. Es untersuchte, ob die vorgehaltenen Rettungs- und Krankenwagen auch dem Einsatzaufkommen entsprachen. Die Folge damals waren Kürzungen vor allem im Bereich der Krankenwagen. Die Zahl der Einsätze pro Jahr ist mittlerweile jedoch um fast 5000 gestiegen. Dazu über 20 Prozent mehr Einsätze nachts. Auffallend ist hier auch der Standort in Stadt Eschenbach, der seit dem Gutachten ein Fünftel mehr Einsätze zu verzeichnen hat.

Die Beteiligten hoffen, dass das derzeit laufende Folge-Gutachten dazu führen wird, dass die so genannte "Vorhaltung" angepasst wird. Sprich: mehr Schichten, mehr Fahrzeuge, mehr Personal. So könnte auch der gestiegenen Arbeitsbelastung begegnet werden. 2009 koordinierte die Rettungsleitstelle Weiden übrigens 38608 Einsätze. 393 davon führten die Retter auf amerikanisches Hoheitsgebiet im Lager Grafenwöhr, 179 Mal ging es  vor allem von der BRK-Rettungswache Waldsassen aus nach Tschechien. Der neu geschaffene Verlegungsarzt für Transporte von Klinik zu Klinik, rückte von Juni bis Dezember 2009 bereits 153 Mal aus. Eine Änderung erreicht die Retter schon zum 1. Juli. Dann ändern sich die Funkrufnamen aller Rettungsdienstfahrzeuge. Dies Anpassung ist wegen der Einführung der Integrierten Leitstelle in gut eineinhalb Jahren notwendig, weil das Schema dann für Feuerwehr und Rettungsdienst ähnlich wird. Der Rettungswagen aus Erbendorf trägt derzeit zum Beispiel den Funkrufnamen "Rotkreuz Bayern 3324". Künftig wird er "Rotkreuz Nordoberpfalz 2/71/1" heißen. Zumindest bei den Funkrufnamen werden Weiden, Neustadt und Tirschenreuth dann verschmelzen. Aber auch so wollen die beiden BRK-Kreisverbände Weiden und Tirschenreuth beim Rettungsdienst künftig enger zusammen arbeiten. Während der Sitzung in Vohenstrauß wurden schon mal die Desinfektionsrichtlinien für die Fahrzeuge vereinheitlicht.

Spannend wird auch die Einführung des Digitalfunks, die Mitte 2013 stattfinden soll. Die vielfältigen neuen Möglichkeiten stellte Georg Neff von der zuständigen Projektgruppe im Innenministerium vor. Der Geschäftsführer des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, Alfred Rast, informierte über die aktuellen Fortschritte bei der Integrierten Leitstelle, sowie über die neue Struktur in diesem Bereich. Auch zur möglichen Stationierung eines Rettungshubschraubers in der Nordoberpfalz nahm er kurz Stellung. Am Dienstag fand im Innenministerium die Anhörung zu diesem Thema statt.
Die Zweckverbände aus Amberg und Weiden präsentierten dort ihre Konzepte, für die möglichen Standorte. Vermutlich in einem Monat wird das Ministerium dann die Entscheidung treffen, wer den Zuschlag bekommt. Danach muss in einer Ausschreibung der Betreiber gesucht werden. Würde Weiden zum Zug kommen, so wäre das Jahresende ein realistisches Datum für de Inbetriebnahme.

Damit sich der Rettungsdienst künftig leichter zurecht findet, hat das Heilpädagogische Zentrum in Irchenrieth ein neues Konzept erarbeitet. Stefan Frischholz, der im HPZ für die Arbeitssicherheit zuständig ist, erläuterte, wie mit einer Nummerierung von Häusern und Eingängen die Hilfe schneller beim Patienten ankommt. Die Planungen fanden großen Zuspruch. Denn das Ziel ist für alle ja das Gleiche: Menschen zu helfen.

Das Bild zeigt Wachleiter und Rettungsdienstleiter der Nordoberpfalz mit dem Zweckverbands-Geschäftsleiter Alfred Rast (Dritter von links) und stellvertretendem Leitstellenleiter Jürgen Meyer (links).

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