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Richtfest für Luftrettungsstation Weiden

Meldung vom 02.08.2011 Das Tempo ist atemberaubend. Während man in der Region Augsburg immer noch auf den neu genehmigten Rettungshubschrauber wartet, feierte Weiden in der Oberpfalz am Dienstag Richtfest für den neuen Hangar. Zeitgleich rückte "Christoph 80" erneut zu seinem Einsatz aus.

Das Tempo ist atemberaubend. Während man in der Region Augsburg immer noch auf den neu genehmigten Rettungshubschrauber wartet, feierte Weiden in der Oberpfalz am Dienstag Richtfest für den neuen Hangar. Zeitgleich rückte "Christoph 80" erneut zu seinem Einsatz aus. Zu fast 400 Notfällen ist der Rettungshubschrauber seit 01. April schon geflogen.

"Es ist der 13. Rettungshubschrauber in Bayern, aber das hat uns kein Unglück gebracht", scherzte Alfred Rast, der als Geschäftsleiter des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz den Bauherrn vertritt. 2,1 Millionen Euro investiert der Verband in die neue Luftrettungsstation am Flugplatz Latsch. Finanziert über ein Darlehen werden die Mieteinnahmen die Kosten dafür decken. So kommen auf die Verbandsmitglieder (die Stadt Weiden und die Landkreise Neustadt/WN und Tirschenreuth) keine zusätzlichen Kosten zu. 2,1 Millionen ist dabei nicht wirklich teuer. Die Stadt Augsburg plant eine Luftrettungsstation auf dem Dach des dortigen Klinikums: Kosten fast sieben Millionen.

     

Steffen Lutz, Vorstand der DRF Luftrettung, die "Christoph 80" betreibt, lobte das Engagement des Zweckverbandes. "Wir sind in Weiden angekommen", brachte er die Akzeptanz des Hubschraubers in der Region noch auf den Punkt. Und auch die Einsatzzahlen würden die Notwendigkeit der Luftrettung in der Region mehr als unterstreichen. Auch Weidens Bürgermeister Lothar Höher betonte noch einmal, welch Bereicherung "Christoph 80" auch für den Flugplatz Latsch darstellt. Und obwohl er selbst in der Einflugschneise wohnt, freut er sich jedes Mal, wenn er den Hubschrauber fliegen sieht.  Bringe er doch schnelle Hilfe für die Bürger der Region. "Und bis man ihn hört, ist er auch schon wieder vorbei", ergänzte Neustadts Landrat Simon Wittmann, der auch Vorsitzender des Zweckverbandes ist. Er sah in der Stationierung des Hubschraubers in Weiden auch ein Musterbeispiel für regionale Zusammenarbeit. "Auch die Amberger haben schließlich den Standort Weiden unterstützt."

Die Firma "SigmaPlan", die die neue Station plant, führte die rund 60 Gäste durch das Gebäude. An alles wurde gedacht. Schalldämmende Ziegel im Wohnbereich, eine kleine Terrasse, Aufenthaltsräume, Besprechungsraum und vieles mehr. Dazu kommt eine 40.000 Liter fassende Tankanlage, ein Löschwasserbehälter und eine spezielle Befeuerung, dass der Rettungshubschrauber auch in der Dunkelheit noch zu seinem Standort zurückkehren kann. Ein Ausbau zu einer 24-Stunden-Station ist möglich, derzeit aber noch nicht geplant. Der Hangar ist aber bereits dafür ausgerüstet.

Bleibt zu hoffen, dass sich der Richtspruch bewahrheitet und das Personal im Gebäude immer das Glück auf seiner Seite hat. Auf jeden Fall profitiert die Bevölkerung davon. Denn "Christoph 80" hat schon einige Male dafür gesorgt, dass Menschenleben gerettet wurden und viele sagen konnten: "Das Glück kam aus heiterem Himmel".

Bericht: Peter Astashenko
Bilder: Peter Astashenko, Jürgen Wilke

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