ILS Nordoberpfalz ILS Nordoberpfalz ILS Nordoberpfalz

Schwaben sorgen für dicke Luft

Meldung vom 02.03.2011 Der Aufbau der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz liegt voll im Zeitplan. Für dicke Luft sorgt allerdings die Regierung von Schwaben, die den sechsten Einsatzleitplatz gestrichen hat. Die Behörde, die für die Förderung aller ILS in Bayern zuständig ist, will nur fünf ELPs und sechs Ausnahmeabfrageplätze fördern.

Der Aufbau der Integrierten Leitstelle (ILS) Nordoberpfalz liegt voll im Zeitplan. Für dicke Luft sorgt allerdings die Regierung von Schwaben, die den sechsten Einsatzleitplatz (ELP) gestrichen hat. Die Behörde, die für die Förderung aller ILS in Bayern zuständig ist, will nur fünf ELPs und sechs Ausnahmeabfrageplätze (AAP) fördern. „Mich ärgert das schon, was da passiert“, schimpfte der Vorsitzende des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, Simon Wittmann, am Dienstag, 01.03 in der Sitzung im Weidener Rathaus. Der Verband bemühe sich um die Sicherstellung einer optimal funktionierenden Leitstelle, und dann würden ihm solche Steine in den Weg gelegt. Der Neustädter Landrat kündigte an, persönlich beim Innenminister vorstellig zu werden.

Lange geprüft
Auch Geschäftsleiter Alfred Rast kritisierte, dass sich die Regierung von Schwaben bei ihrer Entscheidung nicht nur ein halbes Jahr Zeit gelassen habe, sondern sich auch auf einen nicht mehr aktuellen Ergebnisbericht der ILS Bayern aus dem Jahr 2001 beziehe und zudem Erfahrungen anderer bereits im Betrieb befindlichen Leitstellen ignoriere. Da auch eine Eingabe an das Innenministerium keine Abhilfe gebracht hat, beschloss die Versammlung einstimmig, an den sechs ELPs festzuhalten und die zusätzlichen Kosten von 44 000 Euro selbst zu tragen.

Damit soll ein reibungsloser Ablauf bei Katastrophen sichergestellt werden. Im Störfall muss Weiden die ILS Amberg vertreten. Weil die Regierung von Schwaben auch noch weitere Posten gekürzt hat, verteuert sich die Leitstelle von 3,28 auf 3,44 Millionen Euro. Um das Projekt nicht um mindestens ein Jahr zu verzögern, verzichtet der Verband auf eine Klage gegen den Förderbescheid. Erheblich teurer wird auch die Luftrettungsstation am Flugplatz Latsch. Gründe dafür sind die erforderlichen Löschwasserbehälter, eine Brandmeldeanlage und eigene Tankanlage, der Mehraufwand für den 24-Stunden-Betrieb und höhere Erschließungskosten. Statt 1,5 Millionen kostet die Station jetzt 2,1 Millionen Euro.

Noch heuer Fertigstellung
Wie Andreas Appelt vom Generalplaner Sigma Plan in Weimar versicherte, startet pünktlich am 1. April um 7 Uhr die Interimsstation mit Wohncontainer und Zelthangar. Die Bauarbeiten beginnen am 21. März. Im Juli ist Richtfest, im November die Fertigstellung.

Cookie-Einstellungen

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Webseiten-Erlebnis zu bieten. Dazu zählen Cookies, die für den Betrieb der Seite und für die Steuerung unserer kommerziellen Unternehmensziele notwendig sind, sowie solche, die lediglich zu anonymen Statistikzwecken, für Komforteinstellungen oder zur Anzeige personalisierter Inhalte genutzt werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.
→ Weitere Informationen finden Sie in unserem Datenschutzhinweis.

Diese Seite verwendet Personalisierungs-Cookies. Um diese Seite betreten zu können, müssen Sie die Checkbox bei "Personalisierung" aktivieren.