ILS Nordoberpfalz

ZRF bestellt LNA und OrgL

Meldung vom 11.12.2015 Die Sanitätseinsatzleitung besteht in Bayern aus Organisatorischen Leitern (OrgL) und Leitenden Notärzten (LNA). Welche Wichtigkeit dieses Ehrenamt trägt, wurde jetzt bei der Neu- und Wiederernennung deutlich.

Organisatorische Leiter (OrgL) kommen immer dann zum Einsatz, wenn Einsätze des Tagesgeschäftes eine gewisse Größenordnung überschreiten, etwa bei Großbränden, Evakuierungen oder anderen Fällen. Seine Aufgabe besteht darin, die Kräfte des Rettungs-, Sanitäts- und Betreuungsdienstes vor Ort gemeinsam mit dem Leitenden Notarzt zu koordinieren. Sie bilden die sogenannte Sanitätseinsatzleitung.

Ordnung wurde jetzt auch bei der Neu- und Wiederbenennung getragen. Denn früher wurden Leitende Notärzte (LNA) und Organisatorische Leiter (OrgL) für die Dauer ihrer gesamten Dienstzeit bestellt. Seit einer Gesetzesänderung müssen die Dienstverpflichtungen alle fünf Jahre erneuert werden. Die Organisationsleiter müssen sich seitdem regelmäßig weiterbilden. Nicht allen hat diese Gesetzesänderung geschmeckt. In der Oberpfalz war das aber nie ein Thema. „Gut, dass wir die Stellen besetzen können“, sagt Alfred Rast, Geschäftsleiter des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz. Er bedankte sich im Rahmen einer kleiner Feier in der „Wirtschaft“ bei allen für die Übernahme des Ehrenamts.

 

Alarmiert werden Leitende Notärzte bei schweren Unfällen und Ereignissen, bei denen Personen erheblich verletzt sind oder bei denen mindestens drei Notärzte durch die ILS alarmiert sind. Darüber hinaus werden sie bei allen Situationen mit mindestens zehn hilfsbedürftigen Betroffenen bei Einsätzen gerufen, bei denen vor Ort eine große Zahl von Hilfskräften geführt werden muss, oder bei Anforderung durch den Einsatzleiter. Vor Ort bilden sie zusammen mit dem Organisatorischen Einsatzleiter die Sanitätseinsatzleitung. Damit versehen jetzt 18 LNA ihren Dienst in der Nordoberpfalz.

Die Leitenden Notärzte v.l. Dr. Andreas Dauber, Dr. Josef Kick, Dr. Jürgen Altmeppen, Dr. Hans Kirschsieper, Dr. Florian Neuhierl, Dr. Tobias Müller, Andreas von Bohlen, Gerhard Wührl, Dr. Gudrun Graf, Werner Duschner, Dr. Hans-Jürgen Jokiel, Rüdiger Hettler, Geschäftsleiter Alfred Rast und Landrat Wolfgang Lippert

 

Pro Jahr kommt es zu etwa sechs bis acht Einsätzen im Gebiet der Stadt Weiden und der Landkreise Neustadt/WN und Tirschenreuth. Neue und alte Organisatorische Leiter und Leitende Notärzte trafen sich zur Neu- oder Wiederernennung im Sportheim in Altenstadt/WN. Bestellt wurden sie von Landrat Wolfgang Lippert und ZRF-Geschäftsleiter Alfred Rast. Mit der Übergabe der Ernennungsurkunden war dem Gesetz genüge getan, bevor es zur bayerischen Brotzeit ging.

 

Voraussetzungen für eine Bestellung zum Leitenden Notarzt sind mindestens dreijährige Erfahrung im Notarztdienst, regelmäßige Schichten im Rettungsdienstbereich, in dem dieser bestellt werden soll, Qualifikation zum Leitenden Notarzt, Kenntnisse der regionalen Organisation und Leistungsfähigkeit des Rettungs- und Gesundheitswesens in seinem zukünftigen Einsatzbereich. Voraussetzungen für eine Bestellung zum Organisatorischen Leiter sind Ausbildung zum Rettungsassistent, mindestens aber Rettungssanitäter, mindestens fünfjährige Einsatzerfahrung im Rettungs-/Sanitätsdienst und gleichzeitig regelmäßige Einsätze.

Die Organisatorischen Leiter v.l. Andreas Scheuner, Reinhard Maul, stv. Kreisgeschäftsführerin Edeltraud Sperber, Frank Fleischer, Jürgen Sollfrank, Christian Hammer, Peter Lischker, Manfred Bäumler, Markus Münchmeier, Volker Hellmich, Daniel Herzberg, Silvio Rupp, Richard Cruz-Förderer, ZRF-Geschäftsleiter Alfred und Landrat Wolfgang Lippert